Wunderschönes Kroatien

 

272Kroatien war das Ziel einer zehntägigen Osterreise des Sport-kreises Gießen unter dem Motto „Sport-Kultur-Erlebnis“. Die Reise stand unter Leitung der stellvertretenden Sportkreis-vorsitzenden Doris Lochmüller, die auch das Reiseprogramm zusammengestellt hatte.


Untergebracht war die Gruppe in einem angenehmen Hotel an der Makarska-Riviera, die als der schönste Abschnitt der Adriaküste gilt. Das Wetter war angenehm frühsommerlich warm aber nie zu heiß. Die Adria schimmerte in einem einladenden Blau, hatte aber noch keine Badetemperatur, da es dort bis Mitte April recht kalt gewesen war. Aber jetzt blühte es überall in vielen bunten Farben und alles gleichzeitig: Flieder und Rosen, tiefblaue Iris, bunte Tulpen und vieles mehr. Apfelsinen- und Zitronenbäume hingen voll mit reifenden Früchten, und über allem lag ein Duft von Lavendel und Rosmarin.
Zum bunten, abwechslungs und lehrreichen Programm gehörten tägliche Ausflüge, vor allem entlang der Küste aber auch auf die vorgelagerten Inseln.

Besonders eindrucksvoll waren Besuche in Dubrovnik und in Mostar. Beide Städte, das kroatische Dubrovnik und das zu Bosnien und Herzegovina gehörende Mostar, hatten sehr unter dem Bürgerkrieg in den neunziger Jahren des letzten Jahrhun-derts gelitten. Beide aber wurden inzwischen wieder weitgehend hergestellt, die Spuren kann man noch an einigen Häuserfronten sehen. Ein beliebtes Fotomotiv war das im Krieg zerstörte und wieder hergestellte Wahrzeichen Mostars, die berühmte Brücke Stari Most. Auf dem Programm standen in Mostar außerdem der Besuch einer Moschee sowie eines alten türkischen Wohnhauses. In Dubrovnik beeindruckte vor allem der Rundgang auf der intakten Stadtmauer, der zum Teil hoch über die Dächer der Altstadt und ihrer engen und verwinkelten Gassen führte. Geführte Besichtigungen des Franziskanerklosters mit der ältesten Apotheke Europas sowie des Dominikanerklosters standen außerdem auf dem Programm.
Ausflüge mit einem Boot oder mit der Fähre führten auf die Inseln Hvar, Corcula und Peljesac. Ein Abendessen in einem steinernen Haus in einem Olivenhain und eine Picknick-Bootstour mit einem leckeren Fischessen brachten Abwechslung in den Speiseplan.
Am letzten Tag des Aufenthaltes besuchte die Gruppe das Neretvadelta, das sie auf Booten erkundete. Auf dem von Bewässerungskanälen durchzogenen Schwemmland gedeihen fast alle Obst- und Gemüsesorten, was diesem Gebiet den Namen „Kroatisches Kalifornien“ brachte. Schon die Griechen hatten hier Zitrusfrüchte kultiviert.
Doris Lochmüller ist auch mit dieser Fahrt ihrem Ziel, Sport-, Kultur- und Erlebnisurlaub zu verbinden, einmal mehr gerecht geworden. Und manchem Teilnehmer wurde auf dieser Fahrt auch klar, dass es in Europa noch immer Grenzen und Pass-kontrollen gibt.

Margot Schäfer

   
© Sportkreis Giessen